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Wir befinden uns in einer noch nie da gewesenen Phase unseres Lebens. Die inneren und äußeren Umstände waren noch nie so herausfordernd, wie zu diesen Zeiten.

In der nächsten Runde der Corona-Pandemie, dem Krieg in der Ukraine und der möglichen Weltwirtschaftskrise beziehungsweise Rezension, in die wir wohl aktuell hineingleiten. Der Winter wird kalt, sehr kalt. Die Angst vor zu wenig Gas für unsere Heizungen und Heisswasser ist groß. Die Angst vor einer neuen Corona-Welle ebenfalls. Was machen wir aus all diesen Informationen? Die Medien produzieren unaufhaltsame Nachrichten und Informationen, die für Verunsicherung sorgen und die unsere Angst weiter und weiter schüren. Dabei ist kein Ende in Sicht.

Auch ich befinde mich aktuell an einer noch nie da gewesenen Belastungsgrenze. Dies hat mehrere Gründe.

Mit diesem Blogbeitrag möchte ich dir ein wenig Mut machen. Auch möchte ich dir Hoffnung schenken und versuchen, dass du möglichst unbeschadet durch die kommenden Monate kommen wirst. Ich möchte meine aktuellen Gedanken, Sorgen und Hoffnungen mit dir teilen. Es würde mich sehr freuen, wenn auch du deinen Beitrag zu einer besseren Welt beitragen würdest.

Gefühlt wurde es über Nacht, zehn Grad kälter. Von heute auf Morgen. Ohne Vorwarnung. Der Körper wehrt sich. Kälte ist nunmal kalt und den Sommer über war es warm. Heut, ganz plötzlich muss der Pullover angezogen werden. Warme Socken werden aus der hintersten Ecke der Schublade hervorgeholt und sollen für warme Füße sorgen. Im Keller wird die Kiste mit den Winterklamotten herausgeholt und die Winterjacken werden startklar gemacht und an die Türe gehangen. Die Tage werden kürzer. Es wird später hell und früher dunkel. Plötzlich liege ich früher im Bett als sonst. Die Winterbettdecke liegt jetzt auf dem Bett und sorgt dafür, dass wir Nachts nicht mehr frieren. Die Heiz-Session beginnt und hin und wieder wird das „Luxus-Gerät“ namens Heizung eingeschaltet, um Wärme zu erzeugen. Einfach so wird es warm. Schrieb ich schon, dass es purer Luxus ist, sowas nutzen zu können? Es ist purer Luxus. Punkt.

Was für den Kopf anfängt normal zu werden, braucht für den Körper irgendwie länger. Dem Kopf ist klar, dass nun die kalte Jahreszeit bevorsteht. Der Körper wehrt sich jedoch und mag es weiterhin lieber warm haben. Vieles verändert sich plötzlich und das ist für das Ego und dessen Wohlfühlzone etwas unbekanntes und unbekanntes wird nicht gerne gesehen, weil man es nicht einschätzen kann.

Das Wetter wird unbeständiger und wechselhafter. Draußen ist es kälter und auch nasser. Überall liegen Blätter auf dem Boden. Die Eichhörnchen rasen von Baum zu Baum und sammeln, was sie in die süßen kleinen Pfoten bekommen. Die Vögel futtern wie verrückt um möglichst dick durch den Winter zu kommen. Überall riecht es angenehm nach Herbst und Laub. Die Luft riecht irgendwie sauberer und klarer. Es ist eine wunderbare Jahreszeit und eine Art Übergang. Der Herbst ist das offizielle Ende des Sommers, der warmen und trockenen Tage. Das Liegen im Park oder im Freibad ist vorbei. Zeitgleich ist es der Startschuss für die so leckere Tee-Session und das gemütliche Einkuscheln am Ofen oder Kamin. In den Supermärkten liegen bereits die ersten Süßigkeiten zur kommenden Weihnachtszeit. Noch schaffen wir es auf diese Produkte zu verzichten und uns einzureden, dass diese Weihnachts-Kalorienbomben ja jedes Jahr früher und früher in den Supermärkten ausliegen. Solange unsere Willenskraft noch stark ist und die Regale voll genug sind, schaffen wir es auch, einfach daran vorbei zu gehen.

Alles zusammen genommen, also vom Herbst, kann man doch sagen, die wenigsten freuen sich wirklich sehr auf den Herbst, weil der Sommer geht. Aber es ist ein doch akzeptabler Übergang zu einer neuen Jahreszeit, oder nicht?

 

“In jeder Veränderung, in jedem fallenden Blatt steckt
etwas Schmerz, etwas Schönheit.
Und das ist die Art, wie neue Blätter wachsen.”
– Amit Ray

 

Wenn uns bewusst ist und das möglichst jeden Tag, dass Medien ihr Geld mit dem Verbreiten von Nachrichten verdienen, fällt die Gewichtung der durch die Medien veröffentlichten Nachrichten, weniger hoch für uns aus.

Nochmal auf Deutsch: Ich weiß, dass Firmen die Nachrichten verkaufen und publizieren, damit Geld verdienen. Also glaube ich automatisch nicht alles, was geschrieben wird.

Einem Verkäufer glaube ich auch nicht jedes Wort. Das liegt wohl einfach daran, dass ich weiß, dass diese Menschen damit Geld verdienen, wenn sie dir Produkte, egal in welcher Form, verkaufen und sie somit (was vollkommen legitim ist) ihr Geld verdienen. Denn wir alle brauchen Geld zum Überleben. Nur jeder eben unterschiedlich viel, je nach Höhe der eigenen Verbindlichkeiten.

Die Medien finden immer wieder neue Themen, über die berichtet werden kann. Auch erkennt man ganz stark die wiederkehrenden Muster zur jeweiligen Jahreszeit und den jährlich wiederkehrenden Ereignissen und angeblichen laut Medien vorhanden Problemen oder besser noch, möglichen kommenden Problemen. Erfahrungsgemäß reicht es, wenn wir uns maximal 5 Minuten pro Woche mit den aktuellen Themen beschäftigen. Aber auch wirklich aller höchstens 5 Minuten. Auch gibt es die Option, absolut keine Nachrichten zu empfangen, was oft sehr herausfordernd sein kann.

Nachrichten haben leider fast immer den Effekt, dass es uns danach schlechter geht als vorher. Die einen sagen, dass es wichtig sei, „auf dem Laufenden zu bleiben“, die anderen sagen „Es ist mir egal, was in der Welt passiert“. Hier einen Mittelweg zu finden, um wirklich nur das Nötigste zu erfahren und dabei weiterhin die Lebensfreunde zu verspüren und mit dem, was man tut, weiterhin versucht Gutes zu tun, ist oft eine wirkliche Herausforderung.

Ich glaube daran, dass alles kommt, wie es kommen soll. Auch glaube ich ganz fest daran, dass es, der Nachrichten zum Trotz, im Winter genügend Gas geben wird und wir nicht frieren müssen. Ich lasse mich nicht länger so stark beeinflussen. Es gibt für alles Lösungen, auch wenn diese im ersten Moment nicht sofort ersichtlich sind oder Stand jetzt, noch nicht möglich sind. Die Bevölkerung in einer Krise zum „Energie Sparen“ aufzurufen, da frage ich mich doch, warum man das nicht das ganze Jahr über tun kann. Warum müssen wir erst dann anfangen zu sparen, wenn es zu wenig von etwas gibt? Sparen kann so einfach sein und dabei spielt es keine Rolle, ob es Strom, Gas, Geld, Transfette oder Kalorien sind. Warum muss immer erst ein Mangel von etwas entstehen, bevor wir Menschen anfangen umzudenken? Oder beim Thema Gesundheit: Wieso müssen Menschen erst krank werden und sich vom Arzt sagen lassen, dass sie nicht mehr lange leben, bevor sie anfangen ihren Lebensstil zu ändern? Wir sind doch freie und freidenkende Menschen. Warum lassen wir uns dann, nicht zu selten, fremd steuern und beeinflussen?

Lasst uns gemeinsam wieder anfangen, selbstständig zu denken und weniger auf die Meinungen anderer zu hören. Wir sind einzigartige Lebewesen. Jeder einzelne von uns ist etwas besonderes und ganz individuell und doch wird versucht, dass wir durch viele äußere Einflüsse, in möglichst eine einzige Schublade passen und alle gleich werden.

Die Individualität geht hierbei nach und nach verloren, ohne dass es uns bewusst wird. Oder es wird uns bewusst, nur der Weg aus der „Norm“ heraus ist schwerer, als sich von Anfang an, dagegen zu wehren.

Lasst uns also weniger auf angstmachende Nachrichten hören und wieder mehr das tun, was uns wirklich Spaß macht. Wenn wir uns dauerhaft durch Angst und Verunsicherung leiten lassen, nimmt uns das sehr viel unserer Lebensfreude.

Unsere Bücher

Ob Krieg hin oder her. Der Mensch hat wohl schon immer Krieg geführt. Was einige daran toll finden, sodass es immer und immer wieder passiert, ist mir ein Rätsel. Offensichtlich ist Krieg zu führen einfacher, als sich einmal zusammenzureißen, sein Ego zurückzunehmen und ordentliche Verhandlungsgespräche zu führen. Dass dabei Menschen sterben, ist denen, die dies entscheiden, wohl zweitrangig. Ein Hoch auf das Ego. Krieg verunsichert und niemand möchte Krieg. Erst recht nicht im eigenen Land und diesen selbst erleben. Und doch ist er auf der gesamten Welt verteilt, Alltag und immer vorhanden. Es wird sich gerne über das Wort „Weltfrieden“ lustig gemacht. Doch ist es nicht das, wonach wir Menschen alle streben?

Ausnahmslos niemand sollte Krieg erleben und Angst um das eigene Leben oder das seiner Liebsten haben müssen. Aber was können wir tun? Die meisten Menschen wären überrascht, wie viel wir doch jeden einzelnen Tag tun können und das nicht nur im Bezug auf den Krieg in der Ukraine. Vieles beginnt bei uns selbst und wie wir die Welt sehen. Als erstes dürfen wir schauen, ob in uns noch Vorurteile vorhanden sind und wenn ja, wo diese herkommen und was wir tun können, um diese ein für alle mal aus unserem Leben zu verbannen.

Zudem gibt viele Organisationen die sich darauf spezialisiert haben, Menschen und Tiere in gewissen (Not)Situationen zu unterstützen und ihnen zu helfen. Gerne darfst du im Internet einmal recherchieren, welche Organisationen, wie helfen und was diese tun und wo eine mögliche Geld- oder Sachspende helfen kann. Wir sind in einem Land großgeworden in dem das Motto „Geiz ist geil“ herrscht und damit auch noch Werbung gemacht wird. Eigentlich sehr traurig, aber doch, zumindest teilweise verständlich. In einigen Lebensbereichen wird man mit dem Satz „Das ist historisch gewachsen“ konfrontiert. Dieser Satz scheint die allgemeine Ausrede für alles zu sein. Dinge die wir schon immer so getan haben einmal zu hinterfragen und zu überlegen, ob diese noch zeitgemäß sind, ist deutlich anstrengender als alles einfach immer weiter so zu machen wie bisher. Eine Veränderung beziehungsweise eine wirklich, aktive Veränderung ist immer mit Anstrengung, also Energie verbunden und von dieser Energie für Neues, ist leider noch immer zu wenig in unserer Gesellschaft vorhanden. Energie erzeugen wir nämlich nicht als Wutbürger, sondern als Mutbürger. Als jemand der Mut zur Veränderung hat.

 

“Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.”
Mahatma Gandhi

 

Stattdessen verschwenden wir unsere wertvolle Lebensenergie und lassen unser Gehirn berieseln. Sei es durch die Sozialen Medien, wo wir scrollen und scrollen und scrollen und doppelklicken, weil uns etwas gefällt, bis hin zu einem Serien-Marathon, der Stunden über Stunden unserer wertvollsten Ressource verbraucht. Unserer Lebenszeit.

Lasst uns gemeinsam reflektieren. Unser aktuelles Leben und den größten Fragen überhaupt:

  • Womit verbringe ich die meiste Zeit meines Alltags?
  • Was kann ich gutes bewirken in meiner Lebenszeit?
  • Was kann ich tun, damit die nächsten Generationen eine Erde vorfinden werden, die ein klein wenig besser ist als die, welche ich vorgefunden habe (wenn ich dann, irgendwann einmal, sterben werde)?

Vielleicht magst du dir einmal die Zeit nehmen und über diese Fragen nachdenken. Für mich persönlich hat sich viel geändert, seitdem ich über solche Dinge nachdenke. Auch hilft es, wenn du dir deine Antworten aufschreibst.

Zusammenfassend würde ich gerne folgendes sagen: Durch jeden Kauf, den wir tätigen, geben wir eine Stimme für ein bestimmtes Produkt und eine bestimmte Firma oder Großkonzern ab. Ausnahmslos jedes einzelne Produkt, das wir kaufen, egal ob es eine Packung Hafermilch oder ein neues Smartphone ist, wir geben mit dem Kauf eine Stimme ab. Wir stimmen quasi dafür, dass es in Zukunft mehr solcher Produkte, in genau dieser Form, wie wir es gerade gekauft haben, produziert werden sollen und das möglichst zum niedrigsten Preis. 

Ich wiederhole es nur zu gerne nochmal: Jeder einzelne von uns, ja auch du, hast die Macht Großes zu bewirken und den sprichwörtlich „ersten Stein ins Rollen zu bringen“. Nutze deine Macht und sei du die Veränderung, die du dir wünschst.

Lasst uns gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort machen und Gutes tun. Gutes in Form von unter anderem materiellen Spenden, also Dingen, die wir nicht mehr benötigen. In Form von Geldspenden. Geld, welches an anderen Stellen sinnvoller eingesetzt werden kann, als es auf unserem Girokonto liegen zu haben oder es in das neuste Smartphone oder das 15. Paar Schuhe zu stecken. In Form von einem so einfachen „Danke“ und „Bitte“, welches wir im Alltag unendlich oft benutzen dürfen. Ja, auch ein Lächeln kann so viele Wunder bewirken und doch nutzen wir dieses viel zu selten.

Ich glaube an die Menschheit, auch wenn es wohl noch einige Generationen dauern wird, bis auch die letzten Menschen aufwachen und merken, dass gewisse Lebensweisen absolut nicht mehr zeitgemäß sind und wir auf dem aktuell uns bekannten einzigen Planeten leben, auf dem wir leben und auch überleben können. Ich für meinen Teil bevorzuge es, Stand heute, lieber das jetzige und aktuelle Leben, hier auf diesem wunderschönen Planeten, jeden Tag zu genießen.

Das Leben besteht aus einer ständigen Kurve von auf- und ab. Wie an der Börse. Es geht runter, es geht aber auch wieder rauf und wenn wir unser Leben soweit es geht, selbst bestimmen und auch an uns und unsere Fähigkeiten glauben, wird die nächste „Auf-Phase“ höher sein, als das letzte Tief. Garantiert.

Vergiss nie, dass du ein unersetzbares menschliches Wesen bist und du alles erreichen kannst, wenn du nur fest daran glaubst, denn aufgeben ist die letzte mögliche Option.

Bleib gesund und bis bald!

in Liebe

Christoph von MINDLOVERS

Headerbild von Timothy Eberly

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